Handballerinnen der SG Häver-Lübbecke suchen neuen Trainer

Frauenhandball-Bezirksliga: Heute empfängt die SG Häver-Lübbecke zum Abschluss des Jahres die FSG Meißen-Röcke/Klus. Trainer Johannes Orendi hört zum Saisonende auf und sucht eine neue Herausforderung
 
Kirchlengern. Heute Abend um 19 Uhr treffen die Handball-Damen der SG Häver-Lübbecke in der Sporthalle Quernheim auf die FSG Meißen-Röcke/Klus. Im letzten Spiel vor der Weihnachtspause will die Mannschaft von Trainer Johannes Orendi mit einem Heimsieg gegen den Tabellensechsten bis auf einen Punkt an Tabellenführer HCE Bad Oeynhausen heranrücken und die Meisterschaftschancen wahren.
Für die neue Saison muss sich die SG Häver-Lübbecke allerdings nach einem neuen Trainer umsehen, denn der jetzige Amtsinhaber wird sein Amt zum Saisonende abgeben. Auch Co-Trainer Olaf Bode, ein echtes Häveraner Urgestein, das einst die Abteilung mit aufbaute, wird in der kommenden Spielzeit nach 35 Jahren nicht mehr zur Verfügung stehen.
"Ich möchte einfach mal andere Vereine und andere Ligen kennenlernen", begründet Orendi seinen Abschied aus Häver. "Auch der Mannschaft wird nach so langer Zeit ein Wechsel sicher gut tun", ergänzt der gebürtige Rahdener, dessen Spielerkarriere nach mehreren Schulteroperationen schon früh beendet war.
Als Nachfolger von Stefan Brockmeier übernahm Orendi das Team im Januar 2016 in der Kreisliga und schaffte gleich in seiner Premierensaison als Tabellenvierter den Aufstieg in die Bezirksliga. Auch danach ging der Weg weiter nach oben, nach Platz fünf in der ersten Saison belegten die SG-Damen in der abgelaufenen Spielzeit Rang zwei und mussten lediglich dem haushohen Favoriten vom TuS Möllbergen den Vortritt lassen.

Ziel nicht aus den Augen verloren
Zuletzt lief es allerdings nicht ganz so gut, denn nach zwei Niederlagen in Folge rutschten die Häveraner Handballerinnen auf Rang vier ab. "Das Tempo, unsere große Stärke, ist noch immer vorhanden, aber wir machen aus unseren zahlreichen Angriffen einfach zu wenig Tore", hat Orendi den Grund erkannt.
Das Ziel, am Ende der Saison unter den ersten Drei zu landen, hat der Trainer aber nicht aus den Augen verloren. "Das wäre ein schöner Abschied", so Orendi, dem der Weggang aus Häver alles andere als leicht fällt. "Das Team ist mir schon ans Herz gewachsen, zudem ist das Zuschauerinteresse bei unseren Heimspielen in den vergangenen Jahren stark angestiegen. So haben wir in der Halle in Quernheim immer zwischen 50 und 100 Zuschauern. Die Schiedsrichter haben uns mehrfach gefragt, ob wir immer so viele Besucher haben."
Gemeinsam mit Heiko Holtmann, Trainer des Drittligisten TuS Spenge und Pascal Vette, Coach beim Spitzenreiter der Verbandsliga, dem CVJM Rödinghausen, absolvierte Orendi im Oktober erfolgreich den B-Lizenz-Lehrgang in Essen. "Wir haben uns auch ein Zimmer geteilt. ich bin dankbar, dass ich von jemandem wie Heiko Holtmann so viel in Sachen Handball mitnehmen konnte", lobt Orendi die handballerische Kompetenz des Spenger Trainers.

Suche nach einem neuen Coach läuft bereits
Die Suche nach einem neuen Coach, der die erfolgreiche Arbeit des 30-Jährigen fortsetzt, läuft bereits. "Ich bin da selber in der Sportlichen Leitung mit eingebunden", so Orendi. Ob der neue Trainer ein Mann oder eine Frau sei, spiele keine Rolle. "Wichtig ist einfach, dass er oder sie handballerisches Verständnis mitbringt und es einfach passt", betont Orendi.
Auf die Einstellung der Spielerinnen könne sich der neue Trainer in jedem Fall verlassen. "Die stimmt absolut, zumal bei uns auch kein Cent gezahlt wird. Die Spielerinnen wollen nicht, dass jemand mit dem Puderbeutel kommt, sondern möchten klare Ansagen. Das ist manchmal ein schmaler Grat", hat Orendi mit einem Schmunzeln festgestellt.
Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit seien gegeben. So soll in der kommenden Spielzeit auch eine 3. Mannschaft gemeldet werden, auch in der A-Jugend seien einige vielversprechende Talente dabei. Wer Interesse daran hat, das Traineramt bei der SG Häver-Lübbecke zu übernehmen, kann sich per E-Mail unter der Adresse trainer_damen1@handball.tvhaever.de an Johannes Orendi wenden.
Copyright © Neue Westfälische 2019