1. Herren - Sell rettet den Sieg

Foto: Bünder Zeitung
 
 
Die 1. Herren hatte zum Saisonauftakt mit der HSG Spradow II direkt eine schwere Nuss zu knacken, konnte sich jedoch in einem wahren Krimi knapp durchsetzen. Hier sind die Presseberichte zum intensiv geführten Derby.
 
Bünde(gn/sp). Derbysieg zum Auftakt: Der TV Häver hat das Nachbarschaftsduell in der Handball-Kreisliga A bei der HSG Spradow II knapp mit 31:30 gewonnen. Einen deutlicheren Erfolg feierte die SG Bünde-Dünne II beim TuS Spenge III.
 

HSG Spradow II - TV Häver 30:31 (15:14).
 
Es wäre wohl mit einem Unentschieden zu Ende gegangen. Doch davor bewahrte Torwart Marco Sell die Gäste. 40 Sekunden vor dem Ende schnappte Spradows Daniel Overlack den Häveranern im Angriff den Ball weg, lief allein auf Sell zu, doch der Keeper wehrte den Wurf ab. Wenig später war Schluss und der Jubel beim TVH groß. »Wenn Daniel trifft, geht das Spiel unentschieden aus. Leider haben wir keine Punkte geholt. Aber mit der Leistung bin ich trotzdem einverstanden. Wir haben kämpferisch alles gegeben«, sagte HSG-Trainer Michael Meyer. Bis zur Pause führten die Hausherren in der Sporthalle am Herzogweg knapp mit 15:14. Bis dahin nahmen sich beide Teams nichts und gestalteten das Spiel eng. Nach dem Wechsel setzte sich Häver aber immer weiter ab. Über ein 17:15 ging es weiter auf 27:23. Nach dem 29:25 folgte sieben Minuten vor dem Abpfiff das 30:25 – die Entscheidung schien gefallen. Doch Spradow II kam noch einmal zurück, verkürzte eine Minute vor dem Ende durch Overlack noch auf 30:31, ehe er den Ausgleich verpasste.
»Der Kräfteverschleiß ist der Hauptgrund für die Niederlage gewesen. Man hat in der zweiten Halbzeit gemerkt, dass wir zuletzt viele Verletzte und Angeschlagene hatten. Dass wir trotzdem so lange durchgehalten haben, ist fantastisch gewesen. Die Tendenz geht seit einiger Zeit nach oben. Daher bin ich für die Zukunft sehr optimistisch«, sagte Meyer. Einen verdienten Sieg sah sein Gegenüber Pascal Vette. »Wenngleich er auch etwas glücklich war. Am Ende haben sich unsere athletischen Vorteile und die größere Bank ausgezahlt. Dass es kein Spaziergang wird, war klar.«
 
HSG Spradow II:Ott, Gruß – Oebke (3), A. Drosdow (1), Overlack (12/6), Eikötter (4), Brandt, Frobieter (3), Rausch (3), E. Drosdow, Peitzmeier, Heise (4).
TV Häver:Brümmelhörster, Sell – Oepping (9/4), P. Tödtmann (6), Heuser (3), Moning (9), Tienemann, Stallmann (1), Ramöller (1), Steube (2), Schwarze (n.e.), Wehmeier (n.e.), Clausing, Sawatzki, Becker.
 
(Bünder Zeitung, 08.09.2014)
 
 
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Bünde/Kirchlengern (fin). Am ersten Spieltag der Handball-Kreisliga A bezwang die Reserve der SG Bünde-Dünne II den TuS Spenge III in dessen Halle, nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit, souverän 33:21. Beim Nachbarschaftsduell zwischen der HSG Spradow II und TV Häver hatten die Gäste mehr Kraftreserven und siegten knapp, aber verdient 31:30.
 
HSG Spradow II - TV Häver 30:31 (15:14).
 
In einem von Anfang an sehr intensiv geführten Nachbarschaftsduell unterlag die gastgebende Reserve der HSG Spradow dem TV Häver knapp. Zur Vorentscheidung kam es, als den Spradowern ein wenig die Luft ausging und Häver sich auf 25:30 absetzen konnte. Zuvor war es ein ausgeglichenes Spiel, in dem bis zur 40. Minute die Führungen mehrfach wechselten. Spradows Trainer Michael Meier freute sich, dass sich seine Mannschaft in der Schlussphase noch einmal aufraffte und bis auf ein Tor wieder an Häver heran kam. Das hatte Pascal Vette nicht sehr gefallen. "Wir haben wieder einmal durch zu hektisches Spiel einen komfortablen Vorsprung fast verspielt." Beinahe wäre Spradow II noch der Ausgleich gelungen. Doch ein letzter Tempogegenstoß fand nicht sein Ziel. Für Trainer Meier wäre ein Unentschieden voll verdient gewesen.
 
HSG Spradow II: Weiler, Rott; Oebke (3), Eikötter (4), Peitzmeier, Frobieter (3), P. Rausch (3), S. Brandt, A. Drosdow (1), E. Drosdow, Overlack (12/6), Heise (4).
TV Häver: Brümmelhörster, Sell; Kröpsky, Moning (9), Oepping (9/4), Heuser (3), T. Stallmann (1), Sawatzki, Tienemann, Steube (2), Wehmeyer, Becker, Tödtmann (6), H. Schwarze, Ramöller (1), Clausing.
 
(Neue Westfälische, 08.09.2014)